Peter C. Ruppert Preis für Konkrete Kunst

Heijo Hangen, geboren 1927 in Bad Kreuznach, hat die Szene der Konkreten Kunst in Deutschland entscheidend mitgeprägt und genießt hohes Ansehen im In- und Ausland. Von 1947 bis 1950 besuchte er die Landeskunstschule in Mainz, um anschließend freischaffend zu arbeiten. Hangen entwickelte als Maler sein ganz spezielles Bildsystem der geometrischen Flächenteilungen mit Hilfe von Modulen. Die Umsetzung seines durchgehaltenen Konzepts zeigt eine höchst lebendige Abfolge von Bildern unterschiedlicher Formate, Proportionen und reicher Farbigkeit.

Peter C. Ruppert Preis für Konkrete Kunst

In seiner künstlerischen Arbeit geht es Heijo Hangen weniger um das Einzelbild, sondern um die Arbeit in Reihen und Variationen. Daraus hat er für sich das Prinzip der „zeitversetzten Bildkombinationen“ entwickelt, das heißt, die Werke unterschiedlicher Schaffensphasen können zu stimmigen Ensembles als Gesamtkunstwerk zusammen präsentiert werden. Seine „zeitversetzten Bildkombinationen“ sind in ihrer Stringenz einzigartig und bei keinem anderen Künstler aus dem Bereich des Konkreten anzutreffen.

Über ein solches Ensemble von insgesamt zwölf Werken verfügt auch die Sammlung Peter C. Ruppert. Heijo Hangen gehört zu denjenigen Künstlern, deren Werke nach Anzahl und Bedeutung zu den Kernstücken der Sammlung gehören.

Das Preisgeld von 15.000 € wurde bereitgestellt durch die Stiftung Peter C. Ruppert. Der Preis wird in dreijährigem Turnus vergeben. Preisträger des Jahres 2008 war der französische Künstler Francois Morellet.

Der Festakt zur diesjährigen Preisverleihung fand am 24. November im Museum statt. Die Laudatio hielt Hans-Peter Riese, Kunsthistoriker und Journalist, seit 1968 Kunstkritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

 

 Han-Peter Riese, Rosemarie und Peter C. Ruppert

Hans-Peter Riese mit Rosemarie und Peter C. Ruppert

 

Heijo Hangen 2003 -4

Preisträger Heijo Hangen

 

 

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