Gottfried Jäger - Fotografien der Fotografie. Generative Systeme 1960 - 2020

17. Juni bis 10. September 2023

Gottfried Jäger (*1937) zählt zu den wichtigsten Fotografen und Foto-Theoretikern der Nachkriegszeit. Neben Otto Steinert und Bernd & Hilla Becher hat Jäger mit seiner ungegenständlichen Fotografie sowie seiner Lehre an der FH Bielefeld Generationen von Fotograf*innen beeinflusst. Bereits in den 1960er Jahren entwickelte er den Begriff der „Generativen Fotografie“. Dabei werden ihm die fotografischen Mittel selbst zum Gegenstand, das Medium zum Objekt. Gottfried Jäger gilt damit als einer der Hauptbegründer und Protagonisten der „Konkreten Fotografie“. Darüber hinaus spielt er auch mit seinen theoretischen Schriften zur bildgebenden Fotografie eine bedeutende Rolle. Im Museum im Kulturspeicher ist sein Werk in der Sammlung Peter C. Ruppert vertreten, Jäger gehörte außerdem zu den wichtigsten Gesprächspartnern Rupperts beim Aufbau seiner Sammlung und kuratierte 2005 und 2015 wegweisende Ausstellungen zum Thema der Konkreten Fotografie im Museum im Kulturspeicher. Eine Retrospektive seines verblüffend variantenreichen Werkes ist ein Desiderat des Ausstellungswesens. Die exemplarische Werkauswahl aus den wichtigsten Schaffensperioden des Künstlers macht sein Lebenswerk in seiner ganzen Bandbreite erlebbar.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Sprengel-Museum Hannover.

Jäger, Gottfried, Lochblendenstruktur 3.8.14 F 3.3, 1967 Foto A.Bestle©VG Bild-Kunst, Bonn, 2023

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