Ausstellung „EMBODIMENT“ im MiK

Pressemitteilung vom 18.07.2025: Viel Aufmerksamkeit für das Kunstprojekt zwischen den Partnerstädten Lviv in der Ukraine und Würzburg • Kunstaperitif am 24. Juli 2025 lädt zum Austausch ein

  • Bereits zehn Werke zu Gunsten der Lviv National Academy of Arts verkauft
  • Laufzeit: 5. Juli bis 2. November 2025
  • Pressemitteilung (PDF) • Pressebilder zum Download

Würzburg, 18. Juli 2025 • Mit großem Publikums- und Medieninteresse wurde am 4. Juli die Ausstellung „EMBODIMENT“ im Museum im Kulturspeicher (MiK) Würzburg eröffnet. Gezeigt werden bis zum 2. November 15 großformatige Gemälde von Studierenden der Lviv National Academy of Arts, entstanden während des Krieges – in Notunterkünften, bei Taschenlampenlicht oder in kurzen Pausen zwischen Luftalarmen. Jedes Werk ist zugleich künstlerisches Statement und eindrucksvolles Zeugnis von Widerstandskraft, Kreativität und Hoffnung.

Zur Eröffnung reisten sechs Studentinnen und zwei Lehrkräfte aus Lviv an – allesamt Frauen, da Männern die Ausreise aus der Ukraine derzeit nicht gestattet ist. Sofiia Hubal schilderte stellvertretend für die Gruppe die Bedeutung des Projekts:

„Es ist für uns eine große Ehre, in Deutschland ausstellen zu dürfen. Der Krieg ist längst ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Wir mussten lernen, auch unter diesen Bedingungen zu studieren und kreativ zu arbeiten. Diese Ausstellung in Würzburg trägt aktiv zur Unterstützung unserer Arbeit in der Ukraine bei und ist für uns ein Zeichen der Hoffnung. Dafür danken wir allen Beteiligten und allen Besuchenden von Herzen.“

Kunstaperitif am 24. Juli

Wer mehr über das Projekt und die ausgestellten Werke erfahren möchte, ist herzlich zum Kunstaperitif am Donnerstag, 24. Juli 2025, um 18 Uhr eingeladen. MiK-Direktor Marcus Andrew Hurttig gibt Einblicke in das Konzept der Schau und stellt die Werke vor. Im Anschluss an die rund 20-minütige Kurzführung bietet sich bei einem Getränk Gelegenheit zum Austausch in lockerer Atmosphäre. Eintritt: 7 €, 5 € ermäßigt, inklusive Getränk. Weiterer Termin: Dienstag, 23. September 2025, 18 Uhr.

Bereits zwei Drittel der Werke verkauft

Schon während der Vernissage fanden fünf der 15 Gemälde aus Lviv begeisterte Käufer*innen. Inzwischen sind bereits zehn Arbeiten der 200 x 100 cm großen Bilder verkauft. Alle Werke sind zum Preis von je 400 € erhältlich. Der Erlös kommt der Studierendengemeinschaft in Lviv zugute und unterstützt deren Ausbildung unter den schwierigen Bedingungen des Krieges.

Eine aktuelle Übersicht über die Werke und ihren Verkaufsstatus ist auf der Museumswebseite abrufbar: kulturspeicher.de. Interessierte wenden sich bitte per E-Mail an verwaltung.kulturspeicher@stadt.wuerzburg.de oder telefonisch unter 0931 32225-44. Alle Werke verbleiben bis zum Ende der Ausstellung im MiK.

Die Ausstellung wird gefördert von der Sparkasse Mainfranken Würzburg und dem Freundeskreis Kulturspeicher Würzburg e.V., der Kunstaperitif am 24.07. zusätzlich von der Höfer Sektkellerei.

kulturspeicher.de


Veranstaltungsdetails zum Kunstaperitif:

  • Datum: Donnerstag, 24. Juli 2025
  • Beginn: 18.00 Uhr
  • Ort: Museum im Kulturspeicher (MiK) • Oskar-Laredo-Platz 1 • 97070 Würzburg
  • Eintritt: 7 € • 5 € ermäßigt • inklusive Getränk

Pressematerial zum Download 

Pressemitteilung vom 18.07.2025: Erfolgreicher Start der Ausstellung „EMBODIMENT“ im MiK, 902 KB

► zu den druckfähigen Pressebildern


Über die Ausstellung:

Mit „EMBODIMENT – Lviv National Academy of Arts (Ukraine)” vertieft das Museum im Kulturspeicher Würzburg die 2023 begründete Städtepartnerschaft mit Lviv (Lemberg) und setzt ein starkes Zeichen für kulturellen Austausch und Solidarität. Die Ausstellung zeigt 15 großformatige Gemälde junger ukrainischer Künstler*innen, die unter Kriegsbedingungen entstanden sind – in Notunterkünften, bei Taschenlampenlicht oder in kurzen Pausen zwischen Luftalarmen. Im Zentrum aller Werke steht der menschliche Torso: reduziert auf den Rumpf, ohne Kopf, Arme oder Beine, als Symbol für Verletzlichkeit und Stärke, Fragmentierung und innere Integrität zugleich. In individuellen künstlerischen Ausdrucksweisen loten die Studierenden die Bedeutung des Körpers in einer von Krieg gezeichneten Gegenwart neu aus. Der Erlös aus dem Verkauf der Arbeiten unterstützt direkt die Studierendengemeinschaft in Lviv.

Mit Werken von:

Anna Podolets • Zlata Levkova • Viktor Brazhnyk • Sofiia Hubal • Yehor Harbuz • Mariia Ilynych • Orest Prykhoda • Anna Liubchenko • Anastasiia Tsymbaliuk • Yaroslav Yurkevych • Yuliia Hrytsyshyna • Eleonora Filoniuk • Sofiia Vovk • Anfisa Kutsenko • Sofiia Katolyk

  • Ausstellungsdauer: 5. Juli bis 2. November 2025
  • Ort: Wandelbereich im rechten Museumsflügel • EG, vor Raum 01 + 02
  • Eintritt: 5 € • 3 € ermäßigt
  • Öffnungszeiten: Dienstag 13–18 Uhr • Mittwoch bis Sonntag 11–18 Uhr • montags geschlossen. Abends im Museum: Einmal monatlich – immer am dritten Donnerstag – öffnet das MiK bis 21 Uhr.

HintergrundLviv National Academy of Arts:

Seit dem Krieg in der Ukraine hat sich Lviv aufgrund seiner scheinbar weiten Entfernung zum Frontverlauf zu einem bedeutenden Zentrum für die Entwicklung von Kunst und künstlerischer Ausbildung entwickelt. Die talentiertesten Studentinnen und Studenten aus dem ganzen Land kommen hierher, um sich Wissen und Fähigkeiten in der Kunst anzueignen. Ein wichtiger Aspekt der Ausbildung an der Lviv National Academy of Arts ist das Lernen in Klassenräumen und Workshops. Dies bietet den Studierenden die Möglichkeit, mit dem Lehrpersonal und Kommiliton*innen zusammenzuarbeiten, zu experimentieren, sich auszudrücken und ihren eigenen Stil zu entwickeln. Trotz der Herausforderungen des Krieges ermöglicht das Lernen in einem lebendigen, gemeinschaftlichen Umfeld die Stärkung der Kreativität. Die 1946 gegründete Akademie erhielt 2004 den Status „National“ als Anerkennung für ihre herausragende Rolle in Kunst und Wissenschaft. Heute studieren über 1.000 junge Talente an vier Fakultäten – von Keramik, Glas und Holz über Bildende Kunst und Restauration bis zu Design, Kunstgeschichte und Management • lnam.edu.uaexterner Link


Über das MiK: Das Museum im Kulturspeicher Würzburg (MiK) ist die Nachfolgeinstitution der 1941 im Auftrag der damaligen NS-Stadtregierung gegründeten Städtischen Galerie. 2002 zog das Museum in den Kulturspeicher am Alten Hafen um. Das MiK sammelt, präsentiert, vermittelt und erforscht die Kunst vom 19. bis 21. Jahrhundert. Hervorzuheben sind die Werke des deutschen Impressionismus und im Bereich der modernen Kunst die umfangreichen Werkgruppen der Künstlerinnen Emy Roeder und Gertraud Rostosky. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Konkrete Kunst der Privatsammlung Peter C. Ruppert, die sich als Dauerleihgabe im MiK befindet. Die Gründungsgeschichte des Museums verpflichtet, ein Kunst- und Kulturstandort zur Stärkung und Bildung von demokratischen Grundwerten zu sein. Den Ausgangspunkt bildet hierfür die kritische Auseinandersetzung mit der Sammlung, die aus verschiedenen Perspektiven hinterfragt werden soll. • kulturspeicher.de


Öffnungszeiten: Dienstag 13–18 Uhr • Mittwoch bis Sonntag 11–18 Uhr • montags geschlossen. Abends im Museum: Einmal monatlich – immer am dritten Donnerstag – öffnet das MiK bis 21 Uhr. Die längere Öffnung gilt auch an Feiertagen, die auf einen Donnerstag fallen. Feiertage: Das MiK ist geschlossen an Heilig Abend, am 1. Weihnachtsfeiertag, an Silvester sowie am Faschingsdienstag. An allen anderen Feiertagen ist das Museum von 11 bis 18 Uhr geöffnet – auch an Feiertagen, die auf einen Montag fallen.

Eintrittspreise: 5 € • 3 € ermäßigt * • Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und Mitglieder des Freundeskreis Kulturspeicher Würzburg e.V. haben freien Eintritt. • Der erste Sonntag im Monat ist für Alle eintrittsfrei!

* Ermäßigungen gelten für Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, FSJler*innen, BFDler*innen über 18 Jahre, Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen (mit Nachweis), Inhaber*innen der Ehrenamtskarte, Menschen mit Behinderung • Gruppen ab 20 Personen

Anreise: Das Museum liegt am Alten Hafen in der Nähe von CinemaxX und Congress Centrum. Vom Hauptbahnhof oder dem Marktplatz in der Innenstadt ist das MiK in ca. 15 Minuten zu Fuß zu erreichen. Mit der Straßenbahn führen die Linien 2 und 4 bis zur Haltestelle „Congress Centrum“. Von dort sind es ca. 5 Minuten Fußweg bis zum Museum. Direkt vor dem Kulturspeicher halten die Buslinien 12 und 13, die vom Busbahnhof am Hauptbahnhof abfahren. Auch Busse der Linien 11, 19, 27 steuern den Kulturspeicher an. Von der Residenz über die Juliuspromenade führt von April bis November die „Kulturlinie Würzburg“ (Linie 9). Diese fährt alle 30 Minuten zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten; natürlich auch zum Museum im Kulturspeicher.
Mehr Informationen auf wvv.deexterner Link oder vvm.deexterner Link.

Parkmöglichkeiten: In unmittelbarer Nähe des Museums liegt das Parkhaus CinemaxX/Alter Hafen. 

Service: Alle Ausstellungsflächen des Museums sind barrierefrei erreichbar. Hörbeeinträchtigte können mittels eines Gruppenführungssystems mit Induktionsschleife an den Führungen teilnehmen. Ein Rollstuhl und ein Buggy stehen für Ihren Besuch zur Verfügung. Mit der BFW-Smartinfo-App werden Besucher*innen mit und ohne Beeinträchtigungen durch das Museum begleitet. Sie kann kostenlos im Google Play Store und im Apple App Store heruntergeladen werden.

kulturspeicher.de

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