27. Januar: 11.30 Uhr: Öffentliche Sonntagsführung: Herkunft & Verdacht

Martina Försch
Kosten: 6.00 Euro Führungsentgelt zzgl. Eintritt
1941, mitten im Zweiten Weltkrieg, wurde die „Städtische Galerie“ gegründet. Mit beträchtlichen Mitteln ausgestattet, erwarb der Gründungsdirektor Heiner Dikreiter bis 1945 über 5.000 Kunstwerke – allein 2.091 waren es im Jahr 1942. Woher aber kamen all diese Kunstgegenstände?

 

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Rayski, F. v. Die großen Kavaliere, Detail der Bildrückseite Foto: Tom Haasner, ©Museum im Kulturspeicher
Rayski, F. v. Die großen Kavaliere, Detail der Bildrückseite Foto: Tom Haasner, ©Museum im Kulturspeicher

 


Sind Gemälde dabei, die aus jüdischem Eigentum stammen und als NS-verfolgungsbedingt entzogen gelten müssen? Dieser Frage hat sich das Museum im Kulturspeicher als Nachfolgeinstitution der Städtischen Galerie in den vergangenen drei Jahren in einem vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Forschungsprojekt gestellt. Die Ausstellung zieht ein Resümee der von detektivischer Kleinarbeit geprägten Provenienzforschung. Exemplarisch legt sie die Wege offen, auf denen die Werke in die Sammlung gelangten. Unbedenkliche, ungewisse, aber auch hoch belastete Provenienzen werden beispielhaft erläutert. Neben vielen recherchierten Details gibt die Ausstellung auch einen Einblick in die Situation des Kunstmarktes der Zeit. So werden die Personen und Geschichten, die hinter den mageren Eintragungen im Inventarbuch stehen, lebendig.

 

Heffner, K., Meereswelle, Detail der Bildrückseite Foto: Tom Haasner, ©Museum im Kulturspeicher
Heffner, K., Meereswelle, Detail der Bildrückseite Foto: Tom Haasner, ©Museum im Kulturspeicher

http://www.tvmainfranken.de/mediathek/video/provenienzforschung-auf-spurensuche-in-der-ns-zeit/externer Link

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