Warum kein Schlussstrich?


Ein Gespräch mit Ali Şirin & Gamze Kubaşık über Erinnerung, Aufklärung und den NSU-Komplex
 

Gamze Kubaşık verlor durch die Mordserie des rechtsterroristischen NSU ihren Vater Mehmet. Bis zur sogenannten Selbstenttarnung des rechtsterroristischen NSU im November 2011 wurden die Angehörigen der Opfer durch Strafverfolgungsbehörden, Verwaltung und Politik, aber auch von Teilen der Medien nicht ernst genommen, sondern allein gelassen und sogar verdächtigt, selbst in die Mordtaten und Anschläge verwickelt zu sein. Die Ignoranz sowie die falschen Beschuldigungen gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen waren vielfach von rassistischen Haltungen geprägt.

Die Familie Kubaşık organisierte im Juni 2006 in Dortmund einen Schweigemarsch - unter dem Motto „Kein zehntes Opfer!“. Seither kämpft Gamze Kubaşık um Aufklärung, Erinnerung und Konsequenzen. Sie ist seit vier Jahren als politische Bildnerin unterwegs und spricht über den NSU-Komplex. Beim Gespräch wird sie u.a. über den NSU-Komplex, ihre Erfahrungen nach dem Tod ihres Vaters, über den Umgang der Sicherheitsbehörden mit den Angehörigen und über Erinnerung heute sprechen. Moderiert wird das Gespräch von Ali Şirin (Bündnis Tag der Solidarität - Kein Schlussstrich Dortmund). Rassismus tötet – eine bewegende Geschichte und ein aufrüttelnder Appell! Am 19. Februar 2020 ermordete ein Attentäter in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven.
 

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Ali Şirin & Gamze Kubaşık, Foto: Daniel Sadrowski

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In Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung.

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